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Die ersten Rennen. Spartan Race München und Strongman Run Nürburgring.

Veröffentlicht am 12.05.2014

Wenn man lange von sich nichts hören lässt, dann hat man meist nicht viel zu berichten bzw. man ist nicht in Redelaune.....zumindest ist das bei mir so.

 

Mein Training ist leider für mich momentan alles andere als zufriedenstellend. Ein bis zwei Tage die Woche kann ich vernünftig laufen, dann muss ich 2-3 Tage aussetzen, weil der Knöchel wieder Probleme macht.

So langsam muss ich mich damit anfreunden, dass mein Körper auch keine Wunder vollbringt. In meinem Job als Arzt habe ich grad einen Patienten getroffen, der fast zur selben Zeit die gleiche Verletzung erlitten hat und jetzt froh ist schon wieder Treppen steigen zu können....

 

Ich bin dagegen im April schon wieder beim Spartan Sprint gestartet und bin sogar 2. geworden. Ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber überhaupt dort auf dem Podium zu stehen, war schon ein großer Erfolg. Dabei hätte ich tatsächlich fast gewinnen können, hätte ich nur den verdammten Speer in die Strohpuppe versenkt. Ich bin fast die ganze Zeit ca. 30 Sekunden an 2. Stelle hinter dem ersten gelaufen, als ich zum Speerwerfen kam. Dort war der Führende grade dabei seine 30 Strafburpees zu machen, was ihn mindestens 2 Minuten kosten würde. 

 

Tja, da stand ich nun wie einer unserer glorreichen Biathleten am Schießstand mit der einmaligen Chance mit dem letzten Schuß den Sieg klarzumachen, während der Gegner grad in die Strafrunde musste. Tatsächlich war ich die Woche zuvor in den Baumarkt gegangen und habe mir einen Besenstil gekauft um damit das Speerwerfen zu üben. Und was hat es gebracht? Nichts! Voll daneben. Also musste ich auf den Boden getreu dem Motto „Buck Furpees“ und der Sieg war natürlich weg. Eine Revanche wird es Ende Juni in Köln geben.

 

Am vergangenen Wochenende stand nun der Strongman Run am Nürburgring an. Die Allgemeinheit war der Meinung, v. a. wegen meinem guten Spartan Race Ergebnis, dass ich wieder in einer blendenden Verfassung bin und als hoher Favorit mir den Titel zurückholen würde.

Das hätte ich auch wirklich gerne getan, aber im Gegensatz zum Spartan Race musste ich nun nicht ca. 8km, sondern 24km laufen. Zudem waren die Hindernisse wesentlich Läufer-freundlicher konzipiert, d.h. Armkraft und Koordination waren eher selten nötig um die Hindernisse zu bezwingen. Grade dies ist aber in den letzten 6 Monaten zu meiner Stärke geworden, während meine Laufperformance sehr gelitten hat. Daher wundert es mich kein bißchen, dass ich eine bessere Figur beim 8km Lauf mit Seil hochklettern mache als beim 24km Lauf mit auf dem Hintern eine Rutsche runterzurutschen.

 

Dennoch nehme ich viele positive Dinge vom Strongman Run mit nach Hause: Zum einen hatte ich trotz meiner miesen Laufform fast die ganze erste Runde Kontakt zu der Spitze und zweitens hatte ich in der 2. Runde endlich mal Zeit die Strecke mit den Hindernissen und der einmaligen Atmosphäre zu genießen. An Hindernissen, bei denen ich mich sonst möglichst schnell durch die wartenden Massen gewühlt habe, konnte ich diesmal entspannt warten und auch mal nach links und rechts schauen, anstatt die Augen nur stur nach vorne zu richten. Es war sehr schön die Freudenschreie und strahlenden Gesichter zu sehen, nachdem sie es geschafft hatten durch das kalte Wasser zu schwimmen. Auch sich oben auf den Heuballen umzudrehen und den hinteren hoch zu helfen ist eine Erfahrung, die ich sonst aus Zeitmangel nicht machen konnte. Auch bin ich während der 2. Runde ganz oben in der Mitte über den Reifenberg geklettert, und nicht wie alle vorderen Läufer (incl. mir in der 1. Runde) entlang des niedrigeren und schnelleren Randes. Endlich mal wieder Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben....

Das einzige was ich etwas schade fand, dass ich kein Kostüm anhatte. Brooks hatte leider keinen überdimensionalen Ganzkörper-Laufschuh auf Lager (-;

 

In 2 Wochen steht schon der Strongman Run in Belgien an. Das sind zwar „nur“ 16km, aber wohl immer noch deutlich zu viel, um mich als Favoriten feiern zu lassen. Zudem wäre ich froh, wenn mich mein Fuß auch bis dahin nochmal trainieren lässt.