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Rückschau 2014

Veröffentlicht am 28.03.2015

Mal wieder lange nichts von mir hören lassen…..Fast ein Jahr seit dem letzten Blogeintrag ist vergangen. Der Grund ist wohl, dass ich mit meinen Leistungen 2014 nicht so wirklich zufrieden war und nicht so gern darüber geschrieben habe. Dabei gab es genug Ereignisse, die es wert sind drüber zu berichten. So bin ich gleich 2 mal in die USA gereist um dort Wettkämpfe zu bestreiten. Einmal mit Brooks im September für ein Werbeshooting mit anschließender Teilnahme an den Spartan Race Worldchampionchips in Killington/Vermont und dann nochmal privat im Oktober nach San Francisco und Cincinatti zu den Warrior Dash- und OCR World Championships. Dies war aber eigentlich eher eine Urlaubsreise mit viel Freizeit und nebenher etwas Wettkampf. Der eigentliche Grund ein zweites Mal in die USA zu reisen war vor allem, dass ich den Flug nach San Francisco beim Warrior Dash in Kopenhagen gewonnen hatte. Den konnte ich natürlich nicht verfallen lassen.

 

Ich könnte jetzt seitenlang über diese Rennen berichten, so viel habe ich dort erlebt. Da ich dazu aber zu faul bin, schreibe ich einfach nur mein Fazit: Um die Amerikaner zu schlagen, muss man in absoluter Topform sein. Läuferisch und vor allem athletisch. Sonst reicht es nur zu TOP20-Platzierungen und das Podest ist weit entfernt. Spass hat man aber auch ohne Fitness jede Menge. Zumindest solange man nicht den Humor verliert, während man zwei 30kg Sandsäcke gleichzeitig eine schwarze Skipiste hochschleppt. (-; 

Die Teilnahme an den Spartan Race und OCR Worldchampionchips kann ich definitiv weiterempfehlen. Die Warrior Dash World Championships nur, wenn man die 5km deutlich unter 15min laufen kann. Dann hat man nämlich gute Chancen die 30.000 $ mit nach Hause zu nehmen.

 

Das restliche Jahr war solala. Mal ganz gut wie beim Strongman Run in Ferropolis, dann wieder ziemlich mies wie beim Strongman Run in Paris. 

Im Nachhinein habe ich Anfang des Jahres viel zu schnell wieder zu viel gewollt. Ich hätte mir nach meiner Verletzung lieber gar nichts vornehmen sollen und frühestens in der 2. Jahreshälfte wieder mit Wettkämpfen anfangen sollen.

 

Nun ist das Jahr 2015 schon 3 Monate alt und ich habe mir wieder einiges vorgenommen. In meinem Rennkalender sind vor allem Spartan Races, da die mir in den letzten Jahren am meisten Spass gemacht haben. Im Mai steht die Viking Challenge in St.Wendel an, auf die ich mich schon sehr freue, v.a. weil es von Plan B organisiert wird, die immer sehr schöne Rennen machen. 

Im November ist der Trip nach Las Vegas zum World Toughest Mudder fest gebucht, um das zu beenden was ich 2013 begonnen habe.

 

Eine Neuigkeit für 2015 ist, dass ich leider nach vielen Jahren toller Zusammenarbeit, nicht mehr von Brooks unterstützt werde und nun etwas mit meinen Schuhen haushalten muss )-;  Die Firma hat Ende letzten Jahres leider einen großen strukturellen Umbruch durchschritten.

 

Für die Zeit bei Brooks will ich mich bei allen bedanken, die mich gefördert haben und die ich kennenlernen durfte. Ich hatte viel Spass. Eine tolle Zeit.

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Die ersten Rennen. Spartan Race München und Strongman Run Nürburgring.

Veröffentlicht am 12.05.2014

Wenn man lange von sich nichts hören lässt, dann hat man meist nicht viel zu berichten bzw. man ist nicht in Redelaune.....zumindest ist das bei mir so.

 

Mein Training ist leider für mich momentan alles andere als zufriedenstellend. Ein bis zwei Tage die Woche kann ich vernünftig laufen, dann muss ich 2-3 Tage aussetzen, weil der Knöchel wieder Probleme macht.

So langsam muss ich mich damit anfreunden, dass mein Körper auch keine Wunder vollbringt. In meinem Job als Arzt habe ich grad einen Patienten getroffen, der fast zur selben Zeit die gleiche Verletzung erlitten hat und jetzt froh ist schon wieder Treppen steigen zu können....

 

Ich bin dagegen im April schon wieder beim Spartan Sprint gestartet und bin sogar 2. geworden. Ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber überhaupt dort auf dem Podium zu stehen, war schon ein großer Erfolg. Dabei hätte ich tatsächlich fast gewinnen können, hätte ich nur den verdammten Speer in die Strohpuppe versenkt. Ich bin fast die ganze Zeit ca. 30 Sekunden an 2. Stelle hinter dem ersten gelaufen, als ich zum Speerwerfen kam. Dort war der Führende grade dabei seine 30 Strafburpees zu machen, was ihn mindestens 2 Minuten kosten würde. 

 

Tja, da stand ich nun wie einer unserer glorreichen Biathleten am Schießstand mit der einmaligen Chance mit dem letzten Schuß den Sieg klarzumachen, während der Gegner grad in die Strafrunde musste. Tatsächlich war ich die Woche zuvor in den Baumarkt gegangen und habe mir einen Besenstil gekauft um damit das Speerwerfen zu üben. Und was hat es gebracht? Nichts! Voll daneben. Also musste ich auf den Boden getreu dem Motto „Buck Furpees“ und der Sieg war natürlich weg. Eine Revanche wird es Ende Juni in Köln geben.

 

Am vergangenen Wochenende stand nun der Strongman Run am Nürburgring an. Die Allgemeinheit war der Meinung, v. a. wegen meinem guten Spartan Race Ergebnis, dass ich wieder in einer blendenden Verfassung bin und als hoher Favorit mir den Titel zurückholen würde.

Das hätte ich auch wirklich gerne getan, aber im Gegensatz zum Spartan Race musste ich nun nicht ca. 8km, sondern 24km laufen. Zudem waren die Hindernisse wesentlich Läufer-freundlicher konzipiert, d.h. Armkraft und Koordination waren eher selten nötig um die Hindernisse zu bezwingen. Grade dies ist aber in den letzten 6 Monaten zu meiner Stärke geworden, während meine Laufperformance sehr gelitten hat. Daher wundert es mich kein bißchen, dass ich eine bessere Figur beim 8km Lauf mit Seil hochklettern mache als beim 24km Lauf mit auf dem Hintern eine Rutsche runterzurutschen.

 

Dennoch nehme ich viele positive Dinge vom Strongman Run mit nach Hause: Zum einen hatte ich trotz meiner miesen Laufform fast die ganze erste Runde Kontakt zu der Spitze und zweitens hatte ich in der 2. Runde endlich mal Zeit die Strecke mit den Hindernissen und der einmaligen Atmosphäre zu genießen. An Hindernissen, bei denen ich mich sonst möglichst schnell durch die wartenden Massen gewühlt habe, konnte ich diesmal entspannt warten und auch mal nach links und rechts schauen, anstatt die Augen nur stur nach vorne zu richten. Es war sehr schön die Freudenschreie und strahlenden Gesichter zu sehen, nachdem sie es geschafft hatten durch das kalte Wasser zu schwimmen. Auch sich oben auf den Heuballen umzudrehen und den hinteren hoch zu helfen ist eine Erfahrung, die ich sonst aus Zeitmangel nicht machen konnte. Auch bin ich während der 2. Runde ganz oben in der Mitte über den Reifenberg geklettert, und nicht wie alle vorderen Läufer (incl. mir in der 1. Runde) entlang des niedrigeren und schnelleren Randes. Endlich mal wieder Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben....

Das einzige was ich etwas schade fand, dass ich kein Kostüm anhatte. Brooks hatte leider keinen überdimensionalen Ganzkörper-Laufschuh auf Lager (-;

 

In 2 Wochen steht schon der Strongman Run in Belgien an. Das sind zwar „nur“ 16km, aber wohl immer noch deutlich zu viel, um mich als Favoriten feiern zu lassen. Zudem wäre ich froh, wenn mich mein Fuß auch bis dahin nochmal trainieren lässt.

 

 

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